Mit dem neuen Bürgerrufauto gibt es in Dornstadt und in allen Teilorten ab dem 12. März 2018 ein völlig neues zusätzliches Fahrangebot für Personen mit eingeschränkter Mobilität und die den öffentlichen Personennahverkehr nicht nutzen können. Die Fahrten mit dem Bürgerrufauto, die kostenfrei von und bis zur Haustüre angeboten werden, können entweder über das Internet (BürgerRufAuto) gebucht oder beim Ordnungsamt telefonisch angemeldet werden. Nähere Informationen stehen auf der Internetseite der Gemeinde oder können dem Flyer „Bürgerrufauto Dornstadt“ entnommen werden. Dieser Flyer wird an alle Haushaltungen verteilt, ist im Bürgerbüro im Rathaus Dornstadt sowie in den Ortsverwaltungen erhältlich oder kann hier heruntergeladen werden.

Das neue Bürgerrufauto ist neben dem Familien- und Generationenzentrum sowie dem Seniorenbüro eine weitere Einrichtung des ehrenamtlichen bürgerschaftlichen Engagements in Dornstadt. Als Fahrerinnen und Fahrer sitzen geprüfte fachkundige und ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger am Steuer eines VW-Caddy Maxi. Das Fahrzeug wird mit umweltfreundlichem Erdgas betrieben und passt deshalb ausgezeichnet in die Nachhaltigkeitsstrategie der Kommune. Das Bürgerrufauto verkehrt von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr in Dornstadt und zwischen den Teilorten Bollingen, Böttingen, Tomerdingen, Temmenhausen und Scharenstetten. In erster Linie sollen Personen, die eine eingeschränkte Mobilität haben oder die die Linie 49 (ÖPNV) nicht nutzen können, in den Genuss des Angebots kommen.

Das Bürgerrufauto Dornstadt geht auf eine Initiative der Freien Wähler Dornstadt im Jahr 2013 zurück. Im Zuge der Haushaltsberatungen hat die Fraktion die Einrichtung eines Bürgerbusses beantragt. Aus Kosten- und konzessions-rechtlichen Gründen wurde das Konzept für einen Bürgerbus mit Hybridantrieb aufgegeben und stattdessen wurde das Konzept für ein Bürgerrufauto entwickelt.

Dazu wurde ein Arbeitskreis mit fünf Mitgliedern gegründet, der innerhalb von drei Jahren in 25 Sitzungen die Konzepte entwickelt hat, die Suche nach Fahrerinnen und Fahrern durchgeführt hat und der auch für die Fahrzeugauswahl zuständig war. Wichtig war die Kooperation mit den VdK-Ortsgruppen Dornstadt, Bollingen und Scharenstetten sowie mit dem Landratsamt Alb-Donau. Der ursprüngliche Plan, ein Elektrofahrzeug anzuschaffen, scheiterte am zu geringen Leistungsradius der derzeit verfügbaren E-Fahrzeuge. Deshalb hat sich der Arbeitskreis für einen VW-Caddy Maxi mit

Erdgasantrieb (5 Sitzplätzen plus 2 Notsitze, Automatikgetriebe) entschieden. Das Bürgerrufauto passt auch mit dem umweltfreundlichen Erdgasantrieb sehr gut in die Nachhaltigkeitsstragie der Gemeinde. Die Finanzierung des Bürger-rufautos (Leasingraten, Nebenkosten, etc.) übernimmt zu 100% die Gemeinde. Das heißt, die Fahrten werden kostenfrei angeboten; Spenden sind allerdings gerne willkommen. Als Besonderheit gilt auch, dass die Fahrgäste zu Hause abgeholt werden und dort auch wieder abgeliefert werden. Gegenüber einem Bürgerbus mit festem Linienfahrplan, der zunächst geplant war, ist dies einer der wesentlichen Vorteile. Der Leasingvertrag für das Erdgasfahrzeug läuft drei Jahre. Danach wird entschieden, ob das Projekt fortgesetzt wird und ob dann ein geeignetes Elektrofahrzeug eingesetzt werden soll.

Bis zum Start am 12. März 2018 konnten 20 Fahrerinnen und Fahrer gewonnen werden, die ihre Fachkunde mit einem Personenbeförderungsschein nachweisen. Mit ihrem ehrenamtlichen bürgerschaftlichen Engagement bieten die Fahrerinnen und Fahrer einen besonders wertvolle Hilfe zur Nächstenhilfe im gesellschaftlichen Gefüge von Dornstadt an.

Ab 12. März ist das Bürgerrufauto in den Straßen in Dornstadt und in den Teilorten Bollingen, Böttingen, Tomerdingen, Temmenhausen und Scharenstetten unterwegs. Der VW-Caddy mit Erdgasantrieb passt gut zur Nachhaltigkeitsstrategie der Gemeinde Dornstadt.


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